BÄRLAUCH — VERWECHSLUNGEN KÖNNEN GEFÄHRLICH WERDEN

Der Frühling ist da und damit auch der Bärlauch in den Wäldern rund um Gera, im Kreis Greiz und im Altenburger Land. Das Frühlingskraut kann jetzt in kleinen Mengen wieder für die Küche geerntet werden. Das Zeitfenster ist jedoch klein, denn sobald Bärlauch spätestens Anfang Mai blüht, verliert er das Aroma. „Bärlauch Pflücker müssen allerdings genau hinschauen. Beim Sammeln kann Bärlauch leicht mit der giftigen Herbstzeitlose oder Maiglöckchen verwechselt werden, denn die Blätter sehen ähnlich aus“, warnt Sirko Mielcarek, Geschäftsführer der Barmer Krankenkasse in Ostthüringen.

Nur Bärlauch riecht nach Knoblauch
In feuchten Laub- oder Auenwäldern kann man sogar bis in den Juni hinein den Standort von Bärlauch schon am Knoblauchduft “erriechen”. Die Blätter der Maiglöckchen und der Herbstzeitlose haben diesen Duft nicht. „Das Problem besteht darin, dass diese Pflanzen häufig gemeinsam an einem Standort wachsen“, sagt Sirko Mielcarek.

Herbstzeitlose führt zu schweren Vergiftungen
Besonders die Herbstzeitlose, eine der giftigsten einheimischen Grünpflanzen, führt zu schweren Vergiftungen: Zwar blüht die Herbstzeitlose im Herbst. Ihre Blätter wachsen aber zeitgleich mit dem Bärlauch. Bereits 50 Gramm der Blätter können für einen Erwachsenen tödlich sein.

Eltern sollten auf Kleinkinder achten
Die giftige Wirkung von Maiglöckchen hingegen wird oft überschätzt. Das Gift wird vom Körper relativ schlecht aufgenommen. Daher treten schwere Vergiftungserscheinungen erst nach dem Verzehr von großen Mengen auf. Dennoch sollten Eltern auf ihre Kleinkinder achten, denn Giftstoffe sind in allen Teilen der Pflanze enthalten.

Giftnotrufzentralen sind ganztags 24 Stunden erreichbar
Kommt es zu einer Vergiftung, gibt das Gemeinsame Giftinformationszentrum der Länder Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen praktische Hinweise. Es ist unter „www.ggiz-erfurt.de/home.html“ oder unter der Notrufnummer 0361 730730 erreichbar.

So erkennt man den richtigen Bärlauch
Bärlauch-Blätter haben auf der Unterseite eine deutlich spürbare Mittelrippe, also eine durchgängige Erhebung. Bärlauch-Blätter wachsen nur einzeln aus dem Boden. Das tun Maiglöckchen und Herbstzeitlose nicht. Nicht allein auf den Knoblauchgeruch sollte man sich verlassen. Wenn man nämlich bereits ein Bärlauch-Blatt gepflückt hat, dann riechen die Hände lange Zeit nach Knoblauch.

QUELLE: BARMER KRANKENKASSE

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