
Handelt die US-Regierung im Sinne des russischen Präsidenten und kommt damit seinen Wünschen entgegen? Oder geht es darum, die Beziehungen mit Russland lediglich aus taktischen Gründen zu verbessern? US-Außenminister Maco Rubio wurde jüngst gefragt, ob er Putin vertraue. Daraufhin erklärte er:
„Ich denke, das ist eine irrelevante Frage. Ich glaube, in der Außenpolitik geht es nicht um Vertrauen. Es geht um Aktion. Es geht um Dinge, die Sie tun. Leider muss man in der Außenpolitik oft mit — ich spreche nicht speziell von Präsident Putin, sondern allgemein — mit Leuten zusammenarbeiten, die einem nicht gefallen. Und oft kommt es zu Meinungsverschiedenheiten mit Menschen, die sie mögen. Manchmal müssen sie herausfinden, wie Sie mit Nationen zusammenarbeiten können, die in den meisten Fragen nicht auf ihrer Seite stehen. Und in anderen Fällen kann es sein, dass Sie in einer Frage nicht einer Meinung sind mit einem Land, mit dem Sie in vielen Angelegenheiten sehr eng zusammenarbeiten. Das gilt nicht nut heute, sondern schon immer in der gesamten Menschheitsgeschichte — und sicher auch für die Beziehungen zwischen Nationalstaaten. Daher halte ich das für wichtig, auch wenn die Versuchung besteht, Außenpolitik so zu behandeln, wie wir Innenpolitik und andere Dinge in unserer Gesellschaft behandeln. Aber bei Außenpolitik geht es darum, dass Nationalstaaten verfolgen, was sie als ihr nationales Interesse interpretieren. Und dies auszugleichen, darum geht es bei der Kunst der Diplomatie und der Arbeit der Außenpolitik. Und deshalb müssen wir erwachsen, aufgeschlossen und realistisch sein, ohne unseren Idealismus zu verlieren, ohne zu vergessen, wie die Welt unserer Hoffnung nach Aussehen soll, wie wir sie gestalten und wovon wir ein Teil sein wollen. Aber gleichzeitig müssen wir jeden Tag pragmatische Entscheidungen treffen. Und das gilt nicht nur heute. Das war schon immer so.”
Die Annäherung zwischen Donald Trump und Wladimir Putin betrachten viele mit Sorge. Beide wollen am 18. März 2025 miteinander telefonieren und über den Ukraine-Krieg sprechen. Es soll um die „Aufteilung gewisser Vermögenswerte“ zwischen Russland und der Ukraine gehen, etwa Land oder Kraftwerke. Die USA wollen sich militärisch zurückziehen, aber gleichzeitig vom ukrainischen Vermögen profitieren.
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