In Vorbereitung auf den Baubeginn für die Hochwasserschutzmaßnahmen zwischen Gera-Zwötzen und Gera-Liebschwitz setzt das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) die Baufeldfreimachung fort. Ab Mittwoch, den 18. Januar 2023, werden im Auftrag des TLUBN durch die Firma TTW Weida GmbH am rechten Ufer der Weißen Elster im Bereich zwischen Zwötzener Brücke und Salzstraße/Liebschwitzer Straße Holzungsarbeiten durchgeführt. Neben der Fällung von Bäumen und dem Rückschnitt von Sträuchern ist auch der Rückbau bestehender Einfriedungen und die Anordnung des Bauzauns geplant. Die Zufahrten zum Baufeld erfolgen von der Pfarrstraße, der Liebschwitzer Straße/Salzstraße bzw. vom Zwötzener Anger aus. Der Bereich für die Arbeiten grenzt dabei unmittelbar an öffentliche Straßen und Wege. Die Nutzung dieser Straßen und Wege, insbesondere auch des Elster-Radweges, wird weiterhin möglich sein. Für etwaige Einschränkungen bittet das TLUBN um Verständnis.
Die Hochwasserschutzmaßnahmen und die damit verbundene Baufeldfreimachung wurden 2020 durch einen Planfeststellungsbeschluss genehmigt. Zum Ausgleich für die Holzungsmaßnahmen sind umfangreiche Ersatzpflanzungen vorgesehen, die mit der unteren Naturschutzbehörde der Stadt Gera abgestimmt wurden.
Nach den aktuellen Planungen des TLUBN werden die Hauptbaumaßnahmen zum Hochwasserschutz am rechten Ufer der Weißen Elster voraussichtlich im Herbst 2023 beginnen.
Hintergrund
Im vergangenen Jahr wurden bereits Teile der Kleingartenanlagen „Elstertal“, „Sachsengrenze“ und „Sonnenrose“ zurückgebaut. Im November fand ein Ortstermin mit den Anwohnern und Grundstückseigentümern am Volkshaus Zwötzen statt, bei dem das TLUBN auch über die anstehenden Holzungsarbeiten informiert hatte. Dabei wurden die naturschutzfachlichen Aspekte des Projektes durch die mit der ökologischen Baubegleitung beauftragte BPM Ingenieurgesellschaft erläutert sowie die anschließenden Neubaumaßnahmen der Hochwasserschutzanlage durch die Planungsgesellschaft „Scholz + Lewis mbH“ vorgestellt.
Im Vorfeld der Baufeldfreimachung hat sich das TLUBN mit der Stadtverwaltung, u. a. mit dem Sportamt, den Anwohnern und Grundstückseigentümern sowie dem ortsansässigen Kanuverein, dem TSV 1880 Gera-Zwötzen, abgestimmt. Insbesondere für den Kanuverein stellen die Baumaßnahmen Einschränkungen im Sportbetrieb der Kanuanlage dar. Die beiden Trainingsabschnitte unmittelbar oberstrom der Zwötzener Brücke können während der Bauzeit nur noch eingeschränkt genutzt werden. Ziel des TLUBN ist es, den Trainingsbetrieb möglichst lange aufrecht zu erhalten. Im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen werden neue Fundamente, Stützen und Abspannungen für die Kanustrecke errichtet.
Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz
Das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) ist die obere Landesbehörde im nachgeordneten Bereich des Thüringer Ministeriums für Umwelt, Energie und Naturschutz. Es ist die zentrale Behörde für Bürger, Unternehmen, Institutionen sowie die Politik des Freistaates in allen Umweltbelangen. Das TLUBN übernimmt ressortintern Fach- und Vollzugsaufgaben, insbesondere in den Bereichen Wasserwirtschaft, Bergbau und Geologie, Chemikaliensicherheit, Strahlenschutz, Immissionsschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Abfallwirtschaft, Marktüberwachung, Gentechnik sowie Naturschutz und Landschaftspflege. Die rund 670 Beschäftigten arbeiten in der Behördenzentrale in Jena und weiteren Außenstandorten in Weimar, Gera, Suhl, Sondershausen, Bad Salzungen und Niederpöllnitz sowie in der Staatlichen Vogelschutzwarte in Seebach.
Nach Inkrafttreten des Thüringer Verwaltungsreformgesetzes wurde das TLUBN am 1. Januar 2019 durch Zusammenführung der ehemaligen Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) in Jena, der Abteilung Umwelt des Landesverwaltungsamtes in Weimar und des Thüringer Landesbergamtes (TLBA) in Gera gegründet. Weitere Informationen zum TLUBN können auf der Webseite „https://tlubn.thueringen.de“ abgerufen werden.
QUELLE: STADTVERWALTUNG
Stand Heute 15.September 2024 ist im Bereich Salzstrasse bis Zwötzener Brücke seit über einem Jahr nichts mehr Passiert. Die Bäume, deren Wurzeln den Damm zusammen halten wurden abgesägt und Baufreiheit geschaffen aber seitdem…. nichts!
Das nächste Hochwasser kommt mit Sicherheit und dann ist das “ Mitgefühl “ der Politiker wieder gross aber den Schaden der Anwohner kann das dann auch nicht wieder gut machen.
Warum geht es nicht weiter mit dem Ausbau der Hochwasserschutzanlagen?
Der Autor des Artikels beschreibt die Situation ruhig, als ob alles seine Ordnung hätte. Aber für mich, der ich aus einem anderen Land komme, klingt das alles wie ein Weckruf. Die Planung von Hochwasserschutzmaßnahmen, der Bau von Deichen und die Verstärkung von Ufern sind nicht einfach nur Ingenieurleistungen. Es ist ein Zeichen der Zeit, ein Zeichen des Klimawandels, der bereits nicht nur Deutschland, sondern den ganzen Planeten erfasst hat.
Natürlich wird in dem Artikel auch erwähnt, dass diese Maßnahmen der Vorsorge dienen und nicht bedeuten, dass Überschwemmungen unvermeidlich sind. Aber sie deuten auch darauf hin, dass wir bereits in einer neuen Realität leben, in der die Natur unberechenbarer geworden ist.
Die Lektüre dieses Artikels hat mich zum Nachdenken darüber gebracht, was in meiner Stadt, in meinem Land geschieht. Sind wir auf den Klimawandel vorbereitet? Oder hoffen wir einfach, dass alles gut wird?